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Federkleid

 

 

Datum

Ort

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adult

 

 

06.05.2016

Mönchsgut / Rügen

Andreas Giesenberg

Beobachtungsauswertung 2012 - 2015
Auszug aus dem Brutvogelatlas (Mitschke 2012)
Auszug aus dem Brutvogelatlas (Mitschke & Baumung 2001)

 

Beobachtungsauswertung 2012 - 2015

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Status
Häufiger Brutvogel und Durchzügler

 

Brut
Brutbestand: Hamburg 60 Rev., Umgebung 780 Rev. (Mitschke 2012); abnehmend.

Meldungen von Brutkolonien gab es im Berichtszeitraum nur noch diese: Kiesgruben Kronshorst/OD (30 BP), Kiesgruben Lürade (26), KEST Krümse/WL (5), KEST Wedeler Marsch/PI (2), Altenwerder, (2), Moorburg (2). Beckedorf/WL und Neuschönningstedt/OD wurden 2014 aufgegeben.

Die früheste Beobachtung vom Nestbau erfolgte am 24.04.2013 (Kiesgrube Lürade, N. Netzler). Brut wurde frühestens am 06.06.2015 in Neuschönningstedt/OD, Kiesgrube festgestellt (ornitho). Nichtflügge Jungvögel wurden frühestens am 04.08.2012 in der KEST Wedeler Marsch/PI beobachtet (G. Fick).

 

Zug

Erstbeobachtungen im Berichtszeitraum

07.04.2012  1 Ind. Öjendorfer See G. Rastig
12.04.2013  3 Ind. KEST Krümse/WL  V. Dierschke
22.03.2014  1 Ind. KEST Wedeler Marsch/PI NIWM
04.04.2015  1 Ind. Mühlensand T. Demuth

 

Letztbeobachtungen im Berichtszeitraum

01.10.2012  20 Ind. Hamburger Yachthafen Wedel/PI  K. Belzer, M. Kandolf
01.10.2013 1 Ind. Hamburger Yachthafen Wedel/PI A. Mitschke
12.10.2014 1 Ind. KEST Krümse/WL I. Ahrens
28.09.2015 1 Ind. Hanskalbsand/STD A. Mitschke

 

Der Median der Erstbeobachtungen für die Jahre 1964-1970, 1972-1976 und 1986-2016 ist der 08.04. (Spanne: 21.03-01.05.), der Median der Letztbeobachtungen der 02.10. (Spanne: 14.09.-02.11.). In 43 Jahren verfrühten sich die Erstbeobachtungen (hochsignifikant) um 19 Tage; bei den Letztbeobachtungen gab es keine statistisch messbaren Veränderungen.

Für den Heimzug 2012-2015 fehlt eine ausreichende Datengrundlage.  Es liegen nur drei Beobachtungen vor, 26.06.2013 – 14 Ind., Thesdorf/PI (P. Schleef), 22.04.2014 – 4 Ind., Giesensand/PI (ornitho), 30.04.2015 – 2 Ind., Kalte Hofe (G.Teenck).

 

Heimzug Maximum Datum  Median  Datum Anzahl
1958 - 2015 24. Ptd. 26.04.-30.04. 24. Ptd. 26.04.-30.04. 714

 

Wegzug Maximum Datum  Median  Datum    Anzahl   
1958 - 2015 49. Ptd. 29.08.-02.09. 51. Ptd. 08.09.-12.09. 21.004
2012 - 2015 51. Ptd. 08.09-12.09. 51. Ptd. 08.09.-12.09. 1.193 (s. Abb. 1)

 

Nach den Vogelzug-Planbeobachtungen am Hamburger Yachthafen in Wedel/PI (n=1.005) fand Wegzug statt vom 21.08.-01.10.; Maximum und Median lagen in der 51. Ptd.

 

Maximalzahlen auf dem Wegzug im Berichtszeitraum

10.09.2012 200 Ind. Zug nach SO Hamburger Yachthafen, Wedel/PI A. Mitschke
05.09.2013 181 Ind. Zug nach SW Hamburger Yachthafen, Wedel/PI G. Teenck
11.09.2014 35 Ind. Zug nach SO Hamburger Yachthafen, Wedel/PI A. Mitschke
10.09.2015 105 Ind. Zug nach SO Hanskalbsand/STD A. Zours

 

 

Bearbeitung durch Ronald Mulsow 


 

Auszug aus dem Brutvogelatlas (Mitschke 2012)

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Bestand insgesamt 840 Reviere Besiedelte TK4 17 (21%)
Bestand in Hamburg 60 Reviere Besiedelte km² in HH 2 (0,3%)
Dichte insgesamt 0,3 Rev./km² Trend abnehmend
Dichte in Hamburg 0,08 Rev./km² Gefährdung  RL HH 2, NI V

 

Charakteristik
Die Uferschwalbe ist ein Koloniebrüter an Abbruchufern und Abgrabungen.

Verbreitung
Die größten Kolonien wurden bei Neuschönningstedt, Wilstedt, auf der Stader Geest südlich von Buxtehude und rund um Ketzendorf, bei Lürade, Kronshorst und Hamwarde festgestellt. Kleinere Kolonien mit weniger als 50 BP existieren bei Bargfeld-Stegen, Appen-Etz, Wulfsdorf, Agathenburg, in der Wedeler Marsch, in Billwerder, Altenwerder/Moorburg und der Winsener Marsch.

Lebensraum
Fast alle Brutstandorte befinden sich in Kies- und Sandgruben. Nur in Wulfsdorf und Moorburg/Altenwerder existieren Vorkommen in Erdaufschüttungen.

Bestandstrend
Anfang des 20. Jahrhunderts war die Art deutlich weiter verbreitet und Brutplätze bestanden u.a. bei Horn, Fuhlsbüttel, Langenfelde und auf dem Ohlsdorfer Friedhof (Dietrich 1928). Spätere Bestandsschätzungen für Hamburg von 50 BP (Ende der 1970er Jahre), 100-180 BP (Anfang der 1990er Jahre), 50 BP (1997-2000) bzw. 10 BP (2006; Holzapfel et al. 1982, Garthe & Mitschke 1994, Mitschke & Baumung 2001, Mitschke 2007) schwanken stark.

Anmerkungen
Die Bestände der Uferschwalbe schwanken sehr stark in Abhängigkeit vom Nistplatzangebot, welches im Hamburger Raum vor allem durch das Ausmaß von Bodenentnahme-Aktivitäten gesteuert wird.

 


 

Auszug aus dem Brutvogelatlas (Mitschke & Baumung 2001)

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Verbreitung und Bestand
In Hamburg sind im Rahmen des Brutvogelatlas drei kleinere Kolonien im Südosten Hamburgs entdeckt worden. Sie befinden sich in Billwerder (Sandabbaugebiet, 1998 20 BP), Allermöhe (1998 19 BP, später zerstört) und am „See Hinterm Horn“ (Allermöhe, 1998 13 BP, 1999 und 2000 nicht besetzt). Daraus ergibt sich ein Gesamtbestand von rund 50 BP für Hamburg.

Lebensraum
Zwei Kolonien liegen an im Abbau befindlichen Abgrabungsgewässern, die dritte in einer künstlich geschaffenen Brutwand an einem Badesee. Bestandslimitierend ist das Brutplatzangebot, welches meist nur für wenige Jahre in künstlich geschaffenen Abbaugebieten für Sand oder Kies existiert.

Bestandsentwicklung
Vor allem in den 1960er Jahren wurden eine Reihe von Brutplätzen im Stadtgebiet besiedelt, die meist im Zusammenhang mit größeren Neubauvorhaben (Osdorf, Steilshoop, Jenfeld) standen. Die bedeutendste Kolonie befand sich dabei 1961 an der Außenmühle in Harburg, wo 300 Paare brüteten. Während der Bestand Mitte der 1960er Jahre zwischen 400 und 600 BP betragen haben dürfte, waren in den 1970er und 1980er Jahren nur noch 100-150 BP, vor allem in der Hummelsbütteler Feldmark und im Kiesabbaugebiet Lürade erhalten. In den 1990er Jahren war die Uferschwalbe als Brutvogel in Hamburg vorübergehend vollständig verschwunden (z.B. MITSCHKE et al. 1997). 

 

 

Bestand mittlere Dichte Rasterfrequenz Besetzte Raster
50 BP 0,1 BP/km² 0,4 % 3